Über den Online-Unterricht und die Oboe – zu Gast beim Kulturjournal auf Bayern 2

Miriam Green beim Kulturjournal

Im Kulturjournal auf Bayern 2 geht es heute ab 18:05 unter Anderem auch darum, inwiefern die Corona-Krise den Musikunterricht verändert.

Astrid Mayerle hat mich zu diesem Thema vor einiger Zeit interviewt.

Die Oboe ist und bleibt ein sehr besonderes Instrument. Auch, wenn wir über Online-Unterricht sprechen.

Ich selbst habe es zu Beginn des Lockdowns nicht für möglich gehalten, dass man einen sinnvollen Unterricht über das Internet stattfinden lassen kann.

Einige Zeit später habe ich mich allerdings auf das Experiment eingelassen und war positiv überrascht. Es mag sicher Instrumente geben, bei denen es weniger eine Rolle spielt (mal abgesehen vom gemeinsamen Musizieren), ob man live dabei ist oder nicht. Bei der Oboe ist das, solange es keine speziell für den Unterricht geeigneten Programme und bezahlbares Equipment gibt, etwas anders. Feinheiten heraus zu hören kann sehr schwierig werden. Vor allem, wenn die Technik den lauten und obertonreichen Klang der Oboe nicht abfangen kann. Dann hört sich das sonst so schöne Instrument manchmal eher an, wie eine verzerrte E-Gitarre.

Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Konzept rückblickend überzeugt.

Ich glaube, dass sich in dieser Hinsicht auch nach Corona Vieles weiter entwickeln wird. Gerade was die Klangqualität und das Angebot an Plattformen betrifft, auf denen man einen solchen Unterricht stattfinden lassen kann.

Ich empfinde die Möglichkeit online unterrichten zu können, mittlerweile als Bereicherung.

Man lernt sich auf andere Dinge zu konzentrieren und hat so die Möglichkeit Manches, was man im live-Unterricht schnell abhandeln würde, sehr nachhaltig zu besprechen und auszuprobieren.

In unserem Interview ging es natürlich nicht nur um Unterricht, sondern auch um die Besonderheiten unseres Instruments. Ich freue mich, dass ich als Oboistin dabei sein durfte – und die Oboe einmal mehr die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient, abseits ihres altbekannten Einsatzgebiets. Ihr Oboisten wisst, was ich meine. Alle Anderen stöbern doch einfach mal ein bisschen in meinem Blog.

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