Corona und die Liebe zur Musik

Schon seit mehr als zehn Tagen ist das öffentliche Leben nun weitgehend lahmgelegt und damit auch die Kultur, die Musik, beinahe alles, was schön ist und uns Freude macht. Übrig bleiben die Versuche, über das Internet unser soziales Miteinander aufrecht zu erhalten. Wie schön, dass es diese Möglichkeit gibt und auch ich möchte heute einen kleinen Artikel schreiben, der zumindest von der momentanen Situation beeinflusst wurde.
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Freude schöner Götterfunken – laut!

Liebe Leser, Schüler, Oboisten und Musiker: Lasst uns mitmachen! Heute um 18Uhr, aus dem Fenster oder vom Balkon, möglichst laut, mit guter Stütze und viel Luft!

Ihr habt das Lied fast alle schon gespielt!


Heute mal in D-Dur 🙂 Auch, wenn wir uns nicht sehen oder hören, Corona hält uns nicht davon ab heute gemeinsam ein kleines Konzert zu geben!

Oboen-Talk zum Weltfrauentag

Manchmal durchfährt mich der Gedanke, dass es doch wirklich ganz schön unvorteilhaft ist, dass ich beim Oboe spielen so zerknautscht aussehe. Da singe ich gerade noch über die Leichtigkeit des Lebens und kaum nehme ich die Oboe in die Hand, sehe ich aus wie ein Shar Pei, der auf eine Zitrone gebissen hat. Das nächste was ich mir durch den Kopf schießt, ist, dass sich Männer solche Sachen wahrscheinlich nicht denken. 

Zugegeben, ich habe noch keinen einzigen Oboisten getroffen, der beim Oboe spielen schöner aussieht, aber manchmal kommen Zuhörer zu mir und sagen „Wie halten Sie das bloß aus? Und sie werden ja ganz rot beim spielen!“. Wenn ich Glück habe fällt mir dann eine bissige Antwort ein. Wenn nicht, dann ärgere ich mich manchmal schon darüber und frage mich, ob meine männlichen Kollegen solche Dinge auch gefragt werden – und ob sie das stört?
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Oboefitness – wie man die Kondition behält

Ich kenne momentan keinen einzigen Menschen, der, sei es durch seine berufliche und familiäre Situation oder den berüchtigten Freizeitstress, nicht ausgelastet ist. „Die Zeit rennt mir davon“ scheint das Omen der Jahrzehnte zu sein, in denen wir leben. Wer hat da schon noch die Muße ein Instrument zu lernen – und noch dazu Eines, welches von uns abverlangt, dass wir uns im Besten Fall täglich damit beschäftigen, damit wir überhaupt dazu in der Lage sind, ein zweizeiliges Liedchen durchzuhalten?
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CD-Release: Wanderlust

Liebe Oboen-Fans, heute mach ich ausnahmsweise ein bisschen Werbung in eigener Sache 🙂
Manche von euch wissen ja bereits, dass ich ein eigenes Liedermacher-Projekt habe, wo auch die Oboe eine große Rolle spielt. Ich fand es schon immer traurig, dass die Oboe als Instrument nie wirklich den Weg in andere Musikrichtungen wie Jazz, Pop oder Weltmusik gefunden hat. Und auch wenn ich mich anfangs aus allerlei haltlosen Gründen dagegen gesträubt habe, in meinen Liedern auch Oboe zu spielen, so hat sie doch irgendwann ganz natürlich den Weg in meine Musik gefunden – und darüber bin ich sehr froh. …mehr

Avishai Cohen – Almah

Liebe Oboenfans! Nach einer längeren Pause melde ich mich zurück. Konzerte und die Vorbereitung meines eigenen Album-Releases haben mich ganz schön auf Trab gehalten. Ich habe aber jede kleine Entspannungspausen genutzt, um schöne Musik zu hören und da ich mir vorgenommen habe, dass ich in meinem Blog auch Musik der besonderen Art empfehlen möchte, fange ich heute einfach mal damit an. …mehr

Perfektionismus oder warum ein Oboist niemals ein Roboter sein kann

„Die physikalischen Eigenschaften der Oboe sind äußerst kompliziert und gegenwärtig noch nicht vollständig geklärt, da eine Vielzahl an Faktoren die Töne bzw. deren Qualität beeinflussen.“
Aus dem Wikipedia-Artikel zur Oboe

Die meisten Musiker sind Perfektionisten. Ja, sogar der größte Künstler der Prokrastination kann sich vor dem inneren Schweinehund, der so gerne ein perfekter Schweinehund wäre manchmal nicht verstecken – wenn er nach erfolgreicher Aufschiebe-Aktion sein Instrument wieder in die Hand nimmt, stellt er fest, dass es irgendwie nicht so läuft. Und das ist ärgerlich, denn jeder möchte am Liebsten ohne viel Arbeit ans Ziel kommen und am Besten soll eben immer alles gleich perfekt sein…
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