Die Oboe und die Ente – Warum wir so viel gemeinsam haben (und warum das auch gut so ist!)

Was ist das nun eigentlich mit dieser Ente? Und wieso steht dieser Wasservogel scheinbar in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Holzblasinstrument?
Hier zunächst mal die gängige Antwort auf diese Frage: „Schuld“ hat der bekannte Komponist Sergei Prokofjew. Er lebte von 1891 bis 1953 und hat mit seinem Werk „Peter und der Wolf“ dazu beigetragen, dass die Oboe über die Ländergrenzen hinaus auf den singenden Flügeln der Musik bekannt wurde – vor allem für eine ganz bestimmte Eigenschaft: Ihren quakigen Klang. In Prokofjews musikalischer Erzählung spielt die Oboe die Ente und wird am Ende vom Wolf aufgefressen.
Diese Geschichte ist also aus der Sicht eines Oboisten ziemlich tragisch und nicht gerade charmant, aber sehr praktisch, wenn man sich in Erklärungsnot befindet: „Kennen Sie Peter und der Wolf?“ „Ohja, natürlich!“ „Die Oboe ist die Ente!“ …mehr

Ich bin kein Klempner – ich bin ein Oboist!

„Ich muss noch dringend Rohre bauen“ – dieser Satz ist nicht nur was für Klempner

Wer einen Oboist kennt, hat ihn sicherlich schon oft gehört. Das Rohr ist das Mundstück, ein überlebenswichtige Utensil… zumindest eben für Oboisten.
Ca. 7 cm ist es lang und besteht rein optisch von außen betrachtet aus einem Korkstück, ein paar lustig bunten Fäden und einige wenige Zentimeter Holz. „Arundo Donax“ heißt diese Bambusart.
Wir alle wissen schon, Oboisten sind extravagant und abgesehen davon, dass sich „Birke“ oder „Buche“ einfach langweilig anhört, ist „Arundo Donax“ auch eine der wenigen Hölzer, mit der Oboisten mehr oder weniger funktionierende Rohre bauen können. …mehr

Oboe – oder das „Schwierigste Instrument der Welt“

Ja tatsächlich – im Guiness-Buch der Rekorde stand die Oboe mal als schwierigstes Instrument. Neben dem Horn. Aber wieso eigentlich? Und was macht die Oboe so schwer?

Dazu muss man zunächst einmal wissen, was eine Oboe überhaupt ist. Die Oboe, wie ihr sie oben sehen könnt, ist ein Blasinstrument aus Holz. Sie sieht ähnlich aus wie die Klarinette, klingt aber ganz anders (Vorsicht, lobt nie einen Oboisten für sein wunderschönes Klarinettenspiel). Das ist so, weil das Mundstück der Oboe im Gegensatz zu dem der Klarinette ein Doppelrohr ist. Das bedeutet man hat zwei aufeinander schwingende Holzplättchen, die man zusammenbindet und unfassbar dünn schabt. Ihr könnt euch also vorstellen, dass die Öffnung zwischen den beiden Plättchen nicht besonders groß ist. mehr…

Ein Blog über die Ente unter den Instrumenten!

„Also, du kannst wirklich richtig gut Klarinette spielen!“

Jeder Oboist kennt dieses vermeintliche Kompliment. Früher oder später passiert es: Gerade hat man all seine Kräfte mobilisiert um diesem wunderschönen aber auch kratzbürstigen Instrument einige wohlklingende Töne zu entlocken, da hört man jene Worte wahlweise aus dem Mund eines Unbekannten oder der eigenen Großmutter. Ich kenne diese Situation auch sehr gut und manchmal habe ich mich fast ein bisschen geärgert. Denn jeder der schon einmal in eine Oboe geblasen hat, weiß, dass das mit Klarinettespielen nicht besonders viel zu tun hat. Eigentlich haben die beiden Instrumente ja fast gar nichts gemeinsam – außer dass sie eben ungefähr die gleiche Größe und Farbe haben. mehr…